👂 Wenn Mama aus einem anderen Zimmer etwas sagt, klingt ihre Stimme wie unter Wasser.
Ich sehe, dass Papa spricht, aber ich kann die Wörter nicht verstehen.
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Im Kindergarten schimpft die Erzieherin, weil ich angeblich nicht zuhöre. Aber ich habe es einfach nicht gehört.
In der Schule lachen alle, weil jemand etwas gesagt hat – und ich habe es nicht mitbekommen. Ich stehe dann nur da und weiß nicht, was ich tun soll.
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Ich möchte bei allen sein. Spielen. Sprechen. Aber… ich kann die Geräusche nicht immer wahrnehmen. Und meistens ist mir das peinlich.
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Diese kurzen Geschichten stammen von Kindern mit Hörproblemen. Sie haben ihre Gefühle geteilt, damit andere Kinder und Erwachsene verstehen, wie sich so eine Barriere anfühlt — eine Barriere, die jeder erleben kann.
Die meisten Kinder beschweren sich nicht über Hörverlust. Erwachsene müssen aufmerksam sein.
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📍 Ein einfacher Test zu Hause:
Während das Kind spielt, mach ein leises Geräusch hinter ihm — raschle mit Papier oder klingle mit Schlüsseln.
Reagiert das Kind nicht, sollte man ärztlichen Rat einholen.
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Wenn das Kind sich nicht umdreht, bedeutet das nicht automatisch ein Hörproblem. Vielleicht ist es einfach vertieft im Spiel. Trotzdem lohnt es sich, auf solche Momente zu achten.
Anders ist es, wenn derdie Ärzt*in bereits eine Hörstörung festgestellt hat und Behandlung oder Hilfsmittel empfohlen wurden.
Ein Hörgerät ist eigentlich nichts anderes als ein technisches Gerät – wie ein Handy oder Tablet. Man muss keine Angst davor haben.
Es wird hinter dem Ohr getragen und hilft dem Kind, besser zu hören und Teil des Geschehens zu sein.
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Vor Kurzem hat unsere Stiftung zwei Hörgeräte für einen Jungen aus einer familienähnlichen Wohngruppe gekauft – eines für jedes Ohr.
Er hatte große Schwierigkeiten beim Hören, was sich negativ auf seinen Schulalltag und seine Kontakte zu anderen Kindern auswirkte.
Und heute? Für ihn hat das Leben neue Töne bekommen – und es fühlt sich viel schöner an.
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Manchmal ist Stille kein Frieden.
Ich höre einfach nicht
