Mehr als 40 junge Fußballer besuchten Österreich: So verlief das Pilotprojekt der sportlichen Sommererholung des Fonds

n diesem Sommer reiste bereits die dritte Kindergruppe zur Erholung in die Republik Österreich. Möglich wurde diese Reise durch die gemeinsamen Bemühungen des ukrainischen Teams der «GLOBAL2000» CHARITABLE FOUNDATION, des österreichischen Teams des Projekts Kinder- und Umwelthilfe Ukraine, der Umweltorganisation GLOBAL 2000 sowie engagierter Menschen in Österreich, die das Programm finanziell unterstützen und die Kinder herzlich in ihren Gemeinden aufnehmen.

Diese Reise war gleich aus mehreren Gründen etwas Besonderes. Zum ersten Mal nahm eine große Sportmannschaft am Programm teil: mehr als 40 Nachwuchsfußballer der Akademie MSK „Charkiw“. Es handelte sich um ein Pilotformat, bei dem eine umfassende Erholung mit regelmäßigem Training verbunden werden sollte.

Die Kinder verbrachten zwei Wochen in Wagrain, einem kleinen österreichischen Ort, der von Bergen umgeben ist. Begleitet wurden sie von einem Trainer, Eltern und weiteren Erwachsenen, die bei der Betreuung der Gruppe halfen. Für viele Jungen war es das erste Trainingslager und zugleich die erste längere Reise außerhalb ihrer gewohnten häuslichen Umgebung.

Erholung und Fußball

Das Programm wurde so gestaltet, dass die Kinder ihren sportlichen Rhythmus beibehalten und sich gleichzeitig entspannen, neue Kraft schöpfen und viele neue Eindrücke sammeln konnten.

„Es war die goldene Mitte: Wir haben Fußball gespielt und gleichzeitig unsere Zeit sehr aktiv verbracht, Österreich kennengelernt, Ausflüge gemacht und uns erholt. Von allem war genau das richtige Maß dabei“, erzählt eine der Mütter, die das Team begleitete.

Die Unterkunft war besonders gut für eine aktive Kindergruppe geeignet: In der Nähe gab es Sportplätze, viel Raum für Bewegung und einen Wasserpark, den die Kinder fast jeden zweiten Tag besuchten. Für das Team wurden außerdem Rugby- und Bogenschießeinheiten sowie eine Wanderung auf einem speziell ausgestatteten Waldweg organisiert. Im Hotel fanden zudem zweimal Grillabende unter freiem Himmel statt.

Das Programm war so umfangreich, dass die Gruppe einige der geplanten Orte einfach nicht mehr besuchen konnte. Langeweile kam bei den Kindern jedoch ganz sicher nicht auf. Eine Mutter erinnert sich, dass einige Eltern den Begleitpersonen sogar Nachrichten schickten und fragten, ob mit ihrem Kind alles in Ordnung sei, weil die Jungen kaum zu Hause anriefen: Sie waren ständig beim Training, auf einem Ausflug oder bei einer anderen Aktivität.

Eine Reise, an die sich die Fußballer noch lange erinnern werden

Einer der Höhepunkte war der Ausflug nach München. Die jungen Fußballer besuchten das weltberühmte Fußballstadion Allianz Arena und das FC Bayern Museum. Dort sahen sie Pokale, Trikots und eine Ausstellung über die Geschichte des Vereins.

Selbst Erwachsene, die sich nicht besonders für Fußball interessieren, gaben zu, dass die Dimensionen der Arena beeindruckend sind. Für die Kinder bot dieser Ausflug die Gelegenheit, den Profifußball aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen.

Ausgerechnet am Tag des Stadionbesuchs feierte einer der Jungen seinen Geburtstag. Das Team gratulierte ihm direkt in der Arena — ein symbolischer Moment, den der junge Fußballer wohl kaum vergessen wird.

Zum Programm gehörten außerdem eine Stadtführung durch Salzburg, ein Besuch der BMW Welt, einer Bergklamm mit Wasserfall sowie eines Motorradparks.

Große Verantwortung und umfassende Sicherheit

Eine Reise mit 41 Kindern ist eine große organisatorische Herausforderung — insbesondere wenn sie eine lange Anreise aus der Ukraine unter den Bedingungen von Angriffen auf Züge, mehrere Umstiege, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel in kleinen österreichischen Orten, Ausflüge und tägliche Trainingseinheiten umfasst.

„Ich bin stolz darauf, dass wir kein einziges Mal jemanden verloren haben“, scherzt eine der Mütter.

Trotz der anstrengenden Anreise, des vollen Programms und der Müdigkeit wollten die Kinder nicht nach Hause zurückkehren. Eine Mutter erzählte, ihr Sohn habe am letzten Tag gesagt: „Schade, dass wir abreisen.“ Als sie ihn an seinen Vater, seine Großmutter, seine Schwester und sein Zuhause erinnerte, antwortete der Junge nur: „Aber mir gefällt es hier.“

Genau dafür gibt es das Sommererholungsprogramm des Fonds: damit Kinder aus Charkiw zumindest für eine gewisse Zeit ihre gewohnte Realität hinter sich lassen, sich von Luftalarmen und Angriffen erholen, Sicherheit erleben, neue Orte kennenlernen und sich wieder auf ganz normale Dinge des Kindseins konzentrieren können — auf Freundschaft, Spiel, Sport und Träume.

Die dritte Gruppe war für den Fonds ein wichtiger Schritt nach vorn. Sie hat gezeigt, dass das Format der Sommererholung weiterentwickelt und an die Bedürfnisse großer Sportmannschaften angepasst werden kann. Wir hoffen, dass dies erst der Anfang war …